#10 Busan – zwischen Hochhäusern, Fischmarkt und Dorf

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Das Frühstück besteht aus gutem Kaffee und sehr gutem Schoko-Croissant mit Blick auf den Strand.

Bei bestem Wetter machen wir uns mit dem Bus auf zum berühmten Jagalchi Fischmarkt in Nampo-Dong.

Gut eine Stunde sind wir unterwegs und wissen auch, man muss rechtzeitig auf den Stop-Knopf drücken und aufstehen zum Aussteigen. Und das Auflegen der TMoney-Karte beim Aussteigen sollte man auch nicht vergessen.

Der Fischmarkt besteht aus einem mehrstöckigen Gebäude und einer unglaublichen Anzahl von Straßenständen. „Jagal“ bedeutet Schotter oder Kiesel und der Markt hat seinen Namen daher, da die Gegend früher ein Kieselstrand war. Heute ist es ein Hafenbecken mit Anlegestellen und Molen.

Im Gebäude direkt am Hafen wird im Erdgeschoss das Meeresgetier feilgeboten und im ersten Stock kann man es direkt nach dem Kauf frisch verzehren, als Sashimi beispielsweise (also roh). Für uns ist das alles nichts. Zu viele Tiere auf zu engem Raum. Es gibt kleine und große Meeresfische, Aale, Krabben und Krebse, Seeigel, See-Ananas, Seegurken, Muscheln und Schnecken soweit das Auge reicht.

Draußen beginnt am Westende des Gebäudes der Straßenmarkt. Hier dreht sich alles um getrockneten, von mini bis groß, teil-getrockneten und frisch geschlachteten Fisch. Auch Exotisches findet sich: Seidenraupenlarven (ca. 2-3 cm große Insektenlarven).

Am Ende der endlosen Reihe der Stände die traditionell hauptsächlich von Frauen betrieben werden, gibt es dann auch noch Stände mit trockenen Pilzen, Kräuter und Ginseng. Dazwischen liegt eine große Restauranthalle mit Lebendfisch.

Uns reicht es erstmal und wir ziehen weiter auf der Suche nach einem Café. Dabei kreuzen wir den BIFF Square (Busan International Film Festival) mit seinen Streetfood-Ständen und der Street of Stars und kehren in der Kette „Paris Baguette“ ein.

Gestärkt nehmen wir einen kleinen Bus Richtung Gamcheon Culture Village.

Das „Machu Pichu von Busan“ ist ursprünglich eine Flüchtlingssiedlung aus den 1950ern. Viele kleine bunte Häuschen schmiegen sich an einen Hügel. 2009 haben Studenten im Rahmen des Village Art Projektes angefangen, das Dorf künstlerisch zu gestalten. Seitdem ist es eine Touristenattraktion, obwohl es noch eine Wohnsiedlung ist.

Vor lauter Touristen bekommen wir allerdings kaum etwas von der Kunst mit. An den beiden populärsten Photo Points stehen sie Schlange, um ein Photo mit den Statuen des „Kleinen Prinz“ und des Fuchs aus Antoine de Saint-Exupérys Geschichte „Der kleine Prinz“ zu machen.

Nach etlichem treppauf und treppab nehmen wir wieder einen Bus zurück Richtung Haeundae. Diesmal führt die Route über atemberaubende Brückenrampen und Konstruktionen. Wie ein Korkenzieher geht es auf eine der Brückenebenen.

Kurz vor dem Hotel entdecken wir noch ein winziges Ramen-Restaurant – das ist ein schöner Abschluss für diesen Tag.