#08 Regen und Nebel in Sokcho

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Wie vorhergesagt ist es heute diesig und regnerisch. Zum Glück waren wir gestern im Seoraksan Nationalpark, heute hätte das keinen Sinn gemacht bei den tiefhängenden Wolken.

Wir frühstücken ohne Hast – dank des Wetters werden wir heute entschleunigt.

Da es noch nicht nieselt, fahren wir mal an den nördlich gelegenen Strandabschnitt Deungdae, parken dort und laufen zum Fischereihafen von Sokcho.

Man kann dort entweder direkt am Stand frisch frittiertes Meeresgetier essen, oder ein paar Meter weiter lebendige Tiere kaufen. Die Fische, Krabben, Krebse, See-Ananas und anderes tun uns leid. Sie vegetieren bis zur Schlachtung zusammengepfercht und kaum am Leben gehalten vor sich hin.

Dann fahren wir südlich noch in einen großen Einkaufsmarkt. SB ersteht ein UV Strandshirt und generell schlendern wir durch den Lebensmittelmarkt. Es ist wie überall fleisch- und fischlastig, aber interessant (und wir wiedermal die einzigen Touristen).

Weiter geht es nach einem kurzen Schauer zum Abai Mural Village (nicht zu verwechseln mit dem Abai Village).
Abai bedeutet Großvater. In den 1950ern sammelten sich hier auf einer 500m langen Sandbank Flüchtlinge aus Nordkorea und gründeten eine Siedlung. Der Schmerz und die Tragik ihrer Verluste und Erfahrungen wurden in Wandbildern an den Häusern verewigt.

Diese Bilder finden aber nur wirklich Interessierte, denn das, was sich heute „Abai Village“ nennt, ist nur mehr eine Ansammlung von Restaurants und jener Sandbank. Die „Murals“ (Wandbilder) finden sich etwas weiter entfernt.

Der Tag klingt aus mit der noch anstehenden Reiseplanung ab Busan (dort geht es morgen hin). Es schüttet nun ordentlich und wir verlassen das Zimmer nur für eine fertige Nudelsuppe aus dem Kiosk emart24, der direkt neben der Lobby ist und damit trockenen Fußes zu erreichen ist :).