Obwohl diese Reise auf vier Beinen statt vier Reifen statt findet, schreiben wir ein bisschen auf unserer Reise durch Südkorea.
Der Abflug gestaltet sich angenehm. Selten sind wir so schnell durch alle Kontrollen gekommen, es ist quasi nichts los. Die Preise am Flughafen sind mittlerweile jedoch gigantisch (0,5l Flasche Wasser 5€).
Lufthansa bringt uns ruhig in knapp 11 Stunden an unser Ziel: Seoul. Aufgrund des Kriegs in der Ukraine fliegen wir über das schwarze Meer, nördlich am Iran vorbei über Usbekistan, Turkmenistan und China. Seoul empfängt uns mit Nebel und 18 Grad.






Nach der Immigration Prozedur irren wir fast eine Stunde am Flughafen von Geldautomat zu Geldautomat um für das Busticket und die T-Money Card (Zahlungskarte für den öffentlichen Personennahverkehr) abzuheben. Wir lernen schnell, englische Beschriftungen sind eher spärlich. Mit dem Airport Limousine Bus geht es dann aber endlich bequem in 75 Minuten in die City. Die letzen 10 Minuten geht es zu Fuß weiter zum Hotel.
Das Midcity Hotel Myeongdong lässt uns erfreulicherweise eher einchecken. Das Zimmer ist ok. Wir machen erstmal ein Schläfchen.
Gegen Nachmittag ziehen wir los Richtung Kanal Cheonggyecheon 청계천. Der ehemals abgedeckte Kanal mit damals darüber gebauter Hochautobahn ist heute eine grüne fußgängerfreundliche Anlage.





Oberhalb des Kanals sind wir wenig später anscheinend in einem Handwerkerviertel. Es gibt viele kleine Läden, die Werkzeug und Zubehör verkaufen, mal gebraucht, mal neu. Und auch ein Stand, in dem man Lampen repariert.





Wir marschieren bis zum Gwangjang Market 광장시장. Der sehr authentische Markt besteht aus unzähligen Essensständen. Auf kleinen Höckerchen oder Bänken schnabulieren hauptsächlich Einheimische Unmengen an Fisch, Meerestieren und Fleisch, aber auch Tteobokki und andere koreanische Gerichte. Es gibt nur wenige ausländische Touristen. Wir probieren bei Garlic Boy ein Garlic Bread und ein Aloe Getränk. Am durch die Netflix Doku „Streetfood: Asien“ bekannt gewordenen Mandu Stand halten wir inne und beobachten das Treiben.






Der neueste Trend ist jedoch Chapssal Kkwabaegi (Glutinous Rice Twist) 광장시장 찹쌀꽈배기 – frittierte Kringel aus Reismehl. Wir beobachten die Warte-Schlange und die Fotografierenden.






Zurück schlendern wir auf der Jong-ro Straße. Ein Bus reiht sich an den nächsten soweit das Auge reicht.
An der Jongno 3-ga Kreuzung regeln drei Motorradpolizisten den Verkehr. Es wird getrillert und gewunken, bis endlich ein Konvoi aus Staatskarossen mit Motorradbegleitung vorbeirauscht.




Was wirklich beeindruckend ist: die riesigen LED Werbeflächen an den Hochhäusern. Das ist ein Schauspiel für sich.
Die „Avenue of the Youth“ nehmen wir auch noch schnell mit – bunt, laut, ein Lokal neben dem anderen. Dazwischen kleine neonbeleuchtete Automatenhallen.




Generell: viele Elektrofahrzeuge, wenig Abgase, Menschen eher distanziert, Essensstände allgegenwärtig.


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