#16 Jeonju

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Wir frühstücken im „Compose Coffee“, eine Caféhaus- und Rösterei-Kette. Zu dem sehr leckeren Kaffee gibt es ein salzig-süßes Brötchen. Eine nette Mischung!

Heute steht auf dem Plan: Einkaufsstraßen, Nambu Markt, Pungnammun (Tor), Hanji (traditionelle Papierherstellungsmethode) Manufaktur, Hanok Village – in dieser Reihenfolge erarbeiten wir uns die Innenstadt von Jeonju

Die Einkaufsstraßen sind tagsüber recht leer und beherbergen hauptsächlich Klamottenläden (und jede Menge Leerstand).

Richtung Pungnammun passieren wir Jeolla Gamyeoung. Es handelt sich um ein wieder aufgebautes Regierungsgebäude aus der Jeoson Dynastie, von dem aus 500 Jahre lang die gesamte Jeolla Region regiert wurde. Ende des 19. Jahrhunderts reduzierten Reformen den Einfluss und der Komplex wurde verändert, bis schließlich 1951 eine Explosion auch die letzten Reste vernichtete. Es wurde ein modernes Regierungsgebäude errichtet, dass dann beginnen mit 2015 abgerissen wurde, damit Jeonju wieder sein historisches Gesicht erhält. Erst seit 2020 ist das Areal zugänglich und bietet bei freiem Eintritt auch kostenlose Führungen.

Das Pungnammun Tor (wobei „mun“ für „Tor“ steht) ist das letzte der ursprünglich vier Toren der Festungsmauer von Jeonju.

Direkt anschließend beginnt der Nambu Markt. Er ist tagsüber größtenteils leer, da es ein Nachtmarkt ist. Die engen überdachten Gassen lassen aber erahnen, wie quirlig es zu den Öffnungszeiten zu gehen muss zwischen Kleidungshops und Garküchen.

In den breiter Gassen werden auch größere Waren wie Möbel verkauft.

Am Südende gibt es jede Menge Obst und Gemüsestände und Undefinierbares (nicht geknippst).

Nun rollen wir das Hanok Viertel aus Süd-Osten auf. Zunächst stärken wir uns mit Kaffee und Matcha-Torte und einem schönen Blick über die Hanok-Dachlandschaft.

Dann geht es nach nebenan in eine alten Hanji Manufaktur, in der noch traditionell Papier hergestellt wird. Hanji Papier wird mit einer aufwendigen Methode aus der Rinde der Papiermaulbeerbäume erzeugt. Es ist sehr widerstandsfähig und wird/wurde neben Papier zum Beschreiben auch für Tür und Festerfüllungen und Leichenkleidung verwendet.

Die Wege in Jeonju sind kurz und wir pausieren im Hotel und ziehen abends zur Nahrungsaufnahme nochmal ins Hanok Village. Viele Restaurants haben schon ihre „last order“ Zeit (tagsüber nichts los und dann Öffnungszeiten von 17 bis 20 Uhr?). Ein Lokal hat noch lange offen und es ist sogar recht urig und gut. Wir genießen vegetarisches Bibimbap – Reis mit Gemüse und einer scharfen Chilipaste und einen vermeintlich vegetarischen Kimchi-Pfannkuchen. Beim Letzteren haben sie aber wieder Speck und Oktopus reingemogelt.