Den letzten Tag wollen wir gemächlich verbringen (es werden aber wieder mehr als 10km zu Fuß abgelaufen und viel Metro gefahren 😬)
Zunächst marschieren wir bei 30 Grad nach Insadong. In der Insadong-gil reiht sich Laden an Laden. Gallerien, Pinselwerkstätten, Stempelwerkstätten, Kunsthandwerk und ein bisschen Kitsch wechseln sich mit Restaurants und Kaffees ab. Vor allem das Quartier Ssamziegil 쌈지길 ist nett. Über mehreren Etagen wird in ganz kleinen Läden hauptsächlich Kunsthandwerk verkauft.












Den Tempel Jogyesa 대한불교조계종 총본산 조계사 besuchen wir auch kurz.





Wir genießen am nördlichen Ende der Insadong-gil ein „Bingsu“ (traditionelles Dessert aus fein geschabtem Milcheis mit Bohnenpaste, wir nehmen statt der Bohnenpaste Mango) in einem Teehaus.





Beim „Giant Paint-Brush“, der die künstlerische Geschichte des Viertels symbolisieren soll, planen wir den weiteren Tag. Wir entscheiden uns für die Fahrt nach Hongdae in eines der angeblich angesagtesten und jüngsten Viertel rund um die Hongik Universität (laut unirank.org gibt es 39 Universitäten in Seoul).
Die Fahrt in der Metro wird zum Abenteuer, da bereits Rush hour herrscht. Umfallen kann man da sicher nicht und zum Glück ist die Belüftung gut. Man schiebt sich unserer Beobachtung nach ohne jegliche Kommunikation noch in die Zugtüre rein.
Nach rund 20 Minuten sind wir da. Man merkt direkt, das es hier noch jünger zugeht als in Seongsu. Es ist etwas schriller, aber sehr interessant. Hier reihen sich straßenzügeweise Modeketten an Vintage (Second Hand) an Restaurants und Pubs – alles eher auf eine junge Generation zugeschnitten.
Wir lassen uns treiben und finden etwas abgelegen ein nettes kleines Lokal (Sokoa) und nehmen ein wirklich tolles Abendessen ein.







Fazit 🤓
- Die Mentalität hat uns etwas verwirrt, speziell die der älteren männlichen Koreaner. Respektvoll, höflich, distanziert haben wir erwartet – das hat sich in Teilen anders im Alltag dargestellt, gerade als Frau.
- Weil es sich wohl nicht gehört aufzufallen, sind alle Auto tatsächlich weiß, grau oder schwarz. Das gilt auch für die Business Kleidung. Also wenige bunte Schafe 😉.
- Das Essen ist super – wenn man Fleisch und Fisch isst.
- Die Infrastruktur ist klasse – Toiletten, Metro, Busse sind alle sehr gut organisiert und sauber.
- Mit einem Mietauto reisen ist einfach dank gutem lokalen Navigationssystem (Naver Map) und den kostenlosen und ausreichenden Parkplätzen bei den Hotels. Es reist sich sehr angenehm und unaufgeregt
- Überall sind Videokameras! Auf den Straßen, Gängen, Märkten und noch so kleine Butzen.
- Safe Restrooms – anscheinend gibt es da Probleme, denn auf den Toiletten gibt es überall Notrufknöpfe und die Toilettenwände wurden meistens unten nachträglich verschlossen inkl. eines Fotografierverbotes.
- Die Ostküste ist etwas mehr verbaut, als der Südwesten.
- Es gibt überall hervorragenden Kaffee.
- WLAN ist überall vorhanden aber auch in den Hotels ungesichert.
- Wir haben in der Natur kaum Tiere gesehen, weder Insekten noch anderes Getier.

