#6 Tagesausflug nach Mers-les-Bains

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Nach einer Nacht mit Ohrstöpsel (hellhörige Zimmer, schreiende Nachbarn, klackernde Heizungsrohre) versuchen wir uns mit dem heutigen Golf Hotel Tablettfrühstück zu stärken. Auf einem Tablett bekommen wir abgepackte Billigstmarmelade und ein Croissant von gestern vorgesetzt. Klar ist das französische Frühstück generell eher nicht so üppig, aber einen guten Kaffee und ein frisches Croissant kann man auch netter anrichten.

White Rabbit wird nun erstmal verarztet (SB traut den schrägen Gassen und Auffahrten in Le Tréport nicht) und bekommt partiell schwarzes Isolierband um die Schutzbügel – Schutz für den Schutz sozusagen. Dann brechen wir für einen Tagesausflug Richtung Mers-les-Bains auf, gegenüber der Hafenbucht von Le Tréport liegend.

Mers-les-Bains ist niedlich anzuschauen mit seinen bunten Häuserfassaden der zahlreichen Stadtvillen aus dem 19. Jahrhundert entlang der Strandpromenade. Was sehr interessant ist, sind die Infotafeln mit Fotos aus vergangenen Zeiten, die zeigen, wie sich die Ansicht dort verändert hat. Durch den Ort verläuft auch die Grenze zwischen der Region Hauts-de-France (Picardie) und der Normandie.

Cafés gibt es ein paar wenige, aber uns zieht es erstmal hinauf auf die Klippen – mit dem Motorrad – zur Marienstatue der Seefahrer Notre-Dame-de-la-Falaise. Diese Statue steht mittlerweile als Mahnmal auf einem alten Wehrmachtsbunker aus dem 2. Weltkrieg. Bevor die Deutschen die Statue haben abbauen lassen, stand sie schon an der gleichen Stelle auf einem Sockel und wurde eben dort wieder hingebracht. Und jetzt fällt uns auf… Merde… von der Statue haben wir vor lauter Meer- und Felsenknipserei kein Foto gemacht 🙄.

Wir genießen den Blick auf die beiden Städtchen unterhalb der Klippen und machen uns dann auf den Weg, um wieder in Yunus Strandbistro zu essen. Das sehr leckere Falafelsandwich und das alkoholfreie (!) Kronenbourg 1664 sind nun genau richtig. Der Sundowner fällt aufgrund eines Wetterwechsels heute aus. Urplötzlich sitzen wir nicht mehr im orangefarbenen Abendlicht, sondern in der Kulisse von “The Fog – Nebel des Grauens“. Ja, nun… message received… also schnell zurück zur Stephen King Unterkunft 😄.

Wildlife heute: Möwen…. viiiiiele Möwen…. und eine kackt auf SLs Moppedsitz. Na, da war vielleicht was los!