Das Ibis Budget liegt perfekt. Direkt vor der Türe ist eine Bushaltestelle. Tickets holt man entweder online oder an einem Ticketschalter. Wenn beides nicht möglich ist, bekommt man, wie wir, ein “ticket dépannage“ mit Aufschlag direkt beim Busfahrer, der uns alles geduldig erklärt.
An der Kathedrale Notre-Dame de Reims starten wir unsere Tour zu Fuß. Reims wirkt morgens noch etwas verschlafen, gut, das wird sich ändern mit dem Lauf des Tages (denken wir noch).



Von dort geht es über den Kryptoportikus – einem halbunterirdischen Teil des ehemaligen römischen Forums, heute belebter Platz mit Cafés – zur Porte de Mars. Dieses älteste Steindenkmal der Stadt stammt ebenfalls aus der römischen Zeit und war bis in die frühe Neuzeit nördliches Stadttor. SL muss hier stundenlang Faxen und Luftsprünge im Bogen machen… 😀




Fast direkt neben den Torbögen befindet sich die Markthalle Halles du Boulingrin. Leider hat diese – wie fast alle anderen Geschäfte auch – zu. Der Blutzuckerspiegel sinkt langsam und bevor SB zu “hangry“ wird, nehmen wir Platz in einem netten Bistro gegenüber und bestellen Dinge von der Speisekarte, die ausgesprochen lecker schmecken, aber nicht ganz das sind, was man sich nach der eigenen Speisen-Übersetzung erwartet hat.

Ein Hingucker ist die Bibliotheque Carnegie, ein schöner Jugendstilbau.


Nun wollen wir endlich die namhaften Champagner Hersteller besuchen und hoffen auf das ein oder andere Gläschen. Beginnen wir mit G.H Martell & Co. – stilvoll, aber leider keine Verkostung möglich. Dann geht es zu Taittinger – eher auf Masse ausgelegt, keine Verkostung ohne Führung (aber wir wollen doch nur was trinken?!). Vranken Pommery ist an Pracht kaum zu überbieten. Die Eigentümerin hat die Bauten in der Architektur an die viktorianische Bauweise adaptieren lassen, da zum damaligen Zeitpunkt wichtige Kunden hauptsächlich aus dem Königreich stammten. Von einer Verköstigung schrecken uns die Drehkreuze und der Ticketschalter am Eingang ab. Veuve Cliquot bildet also den Abschluss. Hier gibts endlich was zu trinken, ohne Führung, aber zu gesalzenen Preisen. Wir sitzen nett und plaudern mit der Dame am Ausschank und belauschen drei angeschickerte Britinnen beim Austausch von Eheratschlägen. Sagen wir mal so… zur Nachahmung nur bedingt geeignet.



Wildlife heute: 3 desperate housewives

