#14 Zum Berninapass

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Für das Urlaubs-Protokoll gehört auch erwähnt, dass SB beim Frühstück (hier italienisch mit einer großen Keks- und Kuchenauswahl) immer die Tagesroute in das TomTom Navi-Gerät eingibt. Die Vorlage dafür kommt von Calimoto – der Navigations-App mit der SL reist. Da die Routenübertragung NIE reibungslos funktioniert, gehören auch immer 10 Minuten Gefluche und schlechte Laune von SB dazu. Das wiederum löst inzwischen schon Urlaubsgefühle bei SL aus 😂.


Unter Beobachtung und „Daumen hoch“ einer italienischen Besuchergruppe für das Wasserschloss fahren wir entspannt los. Zwei Frauen auf Motorrädern lösen immer mal wieder Ansprache aus… meistens von anderen (älteren) Damen, die das wohl klasse finden.

Es geht entlang von Agrarflächen und durch Chiari bis an das Südende des Lago d‘Iseo und dann am Westufer weiter. Der See selber sowie die Ortschaften sind kleiner und somit auch entspannter als der Gardasee. Wir gönnen uns eine Kaffeepause am See, der genau wie der Gardasee sehr klares Wasser hat.

Eine traumhafte, bisweilen eng und kurvige Strecke führt uns teilweise direkt am See entlang und auch mal durch Felsenbögen hindurch.

Dann geht es weiter auf Nebenstraßen über Costa Volpino und Rogno nach Breno, parallel zur Hauptstraße bis Edolo.

Hinter Breno steuern wir ein einheimisches Restaurant an. Es gibt nur zwei vegetarische Gerichte zum Mittagstisch, das erfahren wir mit Händen und Füßen sprechend. Passt, denn es wird wirklich Zeit für Nahrungsaufnahme. Es gibt Parmigiana di Melanzane und Spaghetti Formaggio – beides ganz gut, aber sehr fett und das Aufsitzen fällt uns etwas schwer.

Nun beginnt der Aufstieg zum Passo Aprica und durch den langgezogenen Skiort hindurch. Die Abfahrt auf der SS39 und SP25 ist ganz schön heftig! Nach der letzten Kurve müssen wir kurz eine Verschnaufpause einlegen 😎.

Weiter reisen wir auf der SS38 bis nach Torri zur Schweizer Grenze und dann vorbei am Puschlaversee. Ab Poschiavo geht es hoch zum Passo Bernina: gut ausgebaut, mit einige Baustellen und auch hier mit irre fahrenden Italienern – sehr nervig.

Unsere Unterkunft ist das Ospizio Bernina direkt am Pass. Es ist einfach und sehr hellhörig, das zugehörige Restaurant teuer, aber gut. Der Ausblick ist atemberaubend! Wir freuen uns, dass wir uns halb-spontan dazu entschieden haben.

Zufällig entdecken wir an der Hauswand unter dem obersten Fenster die Markierung über die Schneehöhe vom Mai 1879 und April 1986 – beeindruckend und beängstigend zugleich…

Padernello – Passo Bernina