#3 Über Telč nach Krems

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Die Sonne lacht mal ausnahmsweise und wir genießen ein gutes Frühstück in unserer Pension inklusive eines netten Schnacks mit anderen Reisenden. Genau wie wir checken auch alle anderen das Regenradar, um die Tagesaktivitäten möglichs trocken ausüben zu können.

Wir ziehen in Richtung Altstadt, um nun im Tageslicht die kleine Stadt zu genießen… zusammen mit ganzen Busladungen von Europareisenden vornehmlich aus dem asiatischen Raum. Egal, wir stapfen nochmals die komplette Runde über sämtliche Brücken bis zur Burg, durch die Burg durch und am Bärengraben vorbei wieder hinunter ins Getümmel. Die beiden Bären, die dort leben (müssen) beschäftigen sich mit alten Baumstämmen und Schmusen, aber artgerecht kann man das nicht nennen.

Nach der Knipserei steigen wir auf und düsen in östlicher Richung aus der Stadt. Telč ist unser Zwischenziel, bevor es nach Süden geht.

Wir sind auf gut ausgebauten Straßen unterwegs und es herrscht teilweise sehr reger Verkehr. Zwischendurch erwischen wir aber auch immer wieder fast verwunschene einsame Passagen.

Telč begrüßt uns mit einer reizvollen Ansicht.

Der Markplatz mit seinen bunten Bürgerhäusern aus der Renaissance gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und soll einer der schönsten in Europa sein. Wären da nicht die vielen parkenden Autos, würden wir zustimmen. Der Platz ist groß und zählt zu den größten Plätzen Tschechiens. Nach einer Kaffeepause geht es weiter.

Unspektakulär rollen wir Richtung österreichischer Grenze. Kaum haben wir Tschechien verlassen, erwischt uns ein Platzregen. Man gewöhnt sich dran… im strömenden Regen durchfahren wir den Truppenübungsplatz bei Allentsteig.

Es regnet und regnet und so bekommen wir vom schönen Waldviertel nicht viel mit. Mit den letzten Regentropfen trudeln wir in Krems ein und beziehen unser Quartier. Wir bekommen ein Upgrade auf das Studio mit Blick über Krems bis zum Kloster Göttweig.

Mit trockener Zivilkleidung geht es in die Fußgängerzone und in den nächsten Tapasladen – gut und reichlich, aber auch nicht günstig werden vegetarisch gefüllte Paprika und Co. verspeist, dann wird es auch schon Zeit für die Nachtruhe.