#30 Vom Cognac zum Bordeaux 🍷

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Unsere Gastgeberin verabschiedet uns herzlich und wir brechen bei sonnigen 22 Grad von Le Goulet nach Libourne in die Weinregion Bordeaux auf.

Über kleine Straßen geht die Fahrt zunächst 72 km durch Weinfelder bis Talmont-sur-Gironde. Auch dieses Dorf zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Wir haben schon viele dieser Dörfer durchfahren und die Kriterien für das Prädikat “eines der schönsten Dörfer“ sind uns nicht bekannt. Der Ort liegt direkt am Atlantik und nördlich des Flusses Gironde. Im 18. Jahrhundert wohnten hier mehrere hundert Menschen, heute sind es knapp hundert Personen. Bis ins 19. Jahrhundert lebten die Bewohner u.a. von der Störfischerei in der Girondemündung. Aufgrund des Fangverbots für Störe ist der Tourismus nun die wichtigste Einnahmequelle. Bevor wir unseren Rundgang durch die kleinen Gassen mit den Sandsteinhäuschen starten, lacht uns eine Crêperie an. Wir gönnen uns salzige und süße Crêpes und eine Flasche Cidre doux. Traditionell trinken wir den Cidre aus Tassen.

Dann marschieren wir Richtung der romanischen Kirche entlang der ehemaligen Stadtmauer, die auf den Klippen gebaut war und genießen die Aussicht. Noch ein paar Schritte, dann war es das mit dem Rundgang… es ist ein kleines Örtchen.

Wir haben bei der Ankunft mal wieder den Motorradparkplatz verpasst und uns auf einen privaten Parkplatz gemogelt. Da müssen wir über eine Wiese fahrend nun auch wieder raus und weiter geht es Richtung Süden.

Unsere Tour führt dank Sperrungen auf der eigentlichen Route über schmale Straßen, bei denen speziell in Kurven und bei Kreuzungen und Einfahrten immer Vorsicht geboten ist, um nicht in Rollsplit oder Kies zu geraten. Wir passieren im gemütlichen Tempo Weinhügel, Äcker und kleine Ortschaften mit beigefarbenen Natursteinhäusern und pastellfarbenen Fensterläden in hellblau, hellgrün oder zartlila.

Hinter Montendre wird die Streckenführung schnurgerade und führt durch Wald und Weinfelder. Nahtlos erscheint im Vorbeifahren der Übergang der Weinfelder des Cognac in die des Bordeaux.

Bei schönstem Wetter kommen wir in Libourne an. Das Ibis Budget dort ist zwar an dem künstlichen Ruder-See „Lac du Dagueys“ schön gelegen, aber es ist das erste seiner Art das wir nicht empfehlen. Es herrscht Renovierungsstau und anderes, was uns auf die Nerven geht.

Im Grand Café du Lac am See schnabulieren wir zu Abend und kommen in den Genuß eines schönen Sonnenuntergangs.