Die Frühstücks-Runde ist lebhafter geworden und wir erfahren, dass beide Familien wegen der Teilnahme ihrer Kinder an einer französischen Turnmeisterschaft hier sind.
Generell sind in der Stadt Cognac die großen Hersteller präsent. Möchte man die kleinen Hersteller besuchen, dann fährt man einfach die kleinen Straßen in den Weinlagen ab…. alle paar Meter findet sich ein Schild mit “Cognac & Pineau“, wo man halten, probieren und kaufen kann. Pineau ist übrigens ein typischer Apéritif aus der Region. Ein Süßwein aus einer Mischung aus unvergorenem Traubenmost und Eau de vie de Cognac (Cognacschnaps).
Wir ziehen gegen Mittag los für eine Spritztour durch das Weingebiet südlich der Stadt Cognac.

Der „Dolmen de la Pierre Levée (Saint-Fort-sur-le-Né)“ liegt wunderschön in den Weinfeldern auf einem kleinen Hügel. Er war lange versteckt unter einem Erdhügel, wurde wahrscheinlich im 19. Jahrhundert geplündert und ein Teil der Tragsteine abgeschlagen. Der Ort lädt zu einem Mini-Picknick ein – Brot, Käse und Erdbeeren.



Auf dem Rückweg machen wir hinter Segonzac eine kurze Stadtbesichtigung in Jarnac. Hochgeklappte Gehwege – ah, es ist Sonntag. Wir haben endgültig das Zeitgefühl verloren ☺️. In einer Auslage der Altstadt aus Sandsteinhäusern fallen uns die “Charentaises“ ins Auge… wohl typische Hausschuhe und in Frankeich hergestellt.





Auf dem Rückweg über Sigogne und wenige Kilometer entfernt von unserer Unterkunft hat das „Écomusée du Cognac“ in Migron auf. Es wird privat vom Cognac-Hersteller Tesseron (seit fünf Generationen in Familienbesitz) geführt und zeigt u.a. originale Werkzeuge und Alltagsgegenstände aus vergangenen Zeiten. Die Ausstellung und die persönlichen Infos gefallen uns sehr gut – besonders die anschließende kleine Verköstigung mit Cognac X.O. aus verschiedenen Lagen (25 Jahre Grande Champagne und 35 Jahre Fins Bois) für SB und drei Sorten Pineau für SL. Wiedermal zu wenig Platz im Gepäck – also wird nur ein Miniaturfläschchen X.O. Fins Bois geshoppt.




Das Cognacgebiet ist recht flach. Wer Weinberge erwartet, wird hier eher auf den Weinanbau in der Ebene treffen. Auch ist häufig eine Mischung aus anderen Landwirtschaftsflächen und Weinlagen zu finden.

Die Tagestour war echt schön. Wir haben uns teilweise auf den ganz kleinen Straßen in den Weinlagen getummelt und gar nicht gemerkt, dass wir mal eben so 121 km gefahren sind…


